Kunst & Forschung

Architektur

In interdisziplinären Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Forschung untersuche ich mit räumlichen, klanglichen und performativen Interventionen die Bedingungen, unter denen Architektur wahrgenommen, produziert und genutzt wird. Architektur verstehe ich dabei nicht als statisches Objekt, sondern als dynamisches Feld, das durch Körper, Klang, Bewegung, Material, Technologie und Zeit kontinuierlich verändert wird.

Architektur ist mehr als ästhetische Form. Sie verhandelt Interessen, organisiert Beziehungen, steuert Prozesse und erzeugt Atmosphären. Jeder Raum verändert sich durch die Ereignisse, die in ihm stattfinden, ebenso wie durch die Menschen, Systeme und Infrastrukturen, die auf ihn einwirken.

Aus dieser Perspektive lässt sich Architektur als Summe zeitbasierter Ereignisse im Raum verstehen. Forschung wird damit selbst zu einer architektonischen Praxis: zu einer Methode des Beobachtens, Erprobens und Entwerfens neuer räumlicher Bedingungen. Durch die Verbindung von künstlerischem Experiment und architektonischem Denken entstehen Situationen, in denen räumliche, akustische und soziale Strukturen neu erfahrbar werden und alternative Formen von Wahrnehmung, Interaktion und Nutzung entstehen können.